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Wortbetonung im Englischen: Dein Leitfaden zur Aussprache

Sprich das Wort „present" aus. Sag es jetzt noch einmal, aber betone diesmal die zweite Silbe lauter: „preSENT". Schon hast du aus einem Geschenk eine Handlung gemacht – ohne einen einzigen Buchstaben zu ändern.
Genau das ist Wortbetonung im Englischen, und eine falsche Betonung ist einer der schnellsten Wege, einen Muttersprachler zu verwirren – selbst wenn deine Grammatik und dein Wortschatz perfekt sind.
Kurz zusammengefasst: Wortbetonung im Englischen bedeutet, eine Silbe eines Wortes lauter, länger und mit höherer Tonlage als die anderen auszusprechen. Dieser Leitfaden behandelt 7 erlernbare Regeln der englischen Wortbetonung mit über 50 Beispielwörtern, einer vollständigen Tabelle mit Wörtern, deren Bedeutung sich durch die Betonung ändert, und gezielten Tipps für spanische, chinesische und arabische Sprecher. Außerdem erhältst du Übungen, mit denen die richtigen Betonungsmuster automatisch werden.
Was ist Wortbetonung im Englischen (und warum ist sie wichtig)?
Jedes englische Wort mit mehr als einer Silbe enthält eine Silbe, die stärker betont wird als die anderen. Diese betonte Silbe ist lauter, länger und leicht höher in der Tonlage. Die übrigen Silben werden komprimiert und abgeschwächt – oft zu einem kurzen, neutralen Vokal reduziert, dem sogenannten Schwa (/ə/), dem häufigsten Laut der gesprochenen englischen Sprache.
Die englischen Betonungsmuster zu verstehen ist aus drei konkreten Gründen wichtig:
- Verständlichkeit. Englische Muttersprachler verlassen sich auf Betonungsmuster, um Wörter zu erkennen. Wenn du „comPUter" korrekt aussprichst, hören es die Leute sofort. Sagst du dagegen „COMputer" oder „compuTER", gibt es eine Verzögerung beim Verstehen – oder schlicht Verwirrung.
- Bedeutung. Einige englische Wörter ändern ihre Bedeutung komplett, je nachdem welche Silbe betont wird (mehr dazu weiter unten).
- Natürlicher Rhythmus. Englisch ist eine akzentzählende Sprache, das heißt: Betonte Silben treten in ungefähr regelmäßigen Abständen auf, während unbetonte Silben dazwischen zusammengedrückt werden. Daraus entsteht der charakteristische „Bounce" des Englischen – ohne ihn klingt deine Sprache für Muttersprachler flach oder roboterhaft, selbst wenn jedes Wort korrekt ist.
Die gute Nachricht: Etwa 80 % der zweisilbigen englischen Wörter betonen die erste Silbe. Und die folgenden Betonungsregeln decken die überwältigende Mehrheit mehrsilbiger Wörter ab, die dir im Alltag begegnen.
Die 7 wichtigsten Regeln der englischen Wortbetonung
Keine Regelsammlung deckt jedes englische Wort ab – diese Sprache liebt Ausnahmen. Aber diese sieben Regeln zur englischen Wortbetonung geben dir einen verlässlichen Rahmen für rund 90 % der Wörter, die du täglich benutzt.

Regel 1: Zweisilbige Nomen und Adjektive – betone die erste Silbe
Die meisten zweisilbigen Nomen und Adjektive werden auf der ersten Silbe betont.
| Wort | Betonungsmuster |
|---|---|
| TAble | TA-ble |
| HAPpy | HAP-py |
| WAter | WA-ter |
| DOCtor | DOC-tor |
| CLEVer | CLEV-er |
| PRETty | PRET-ty |
| CHIna | CHI-na |
| YELlow | YEL-low |
| PURple | PUR-ple |
| CARton | CAR-ton |
Das ist das Standard-Betonungsmuster für englische Wörter. Wenn du bei einem zweisilbigen Nomen unsicher bist, betone die erste Silbe – du liegst in etwa 80 % der Fälle richtig.
Regel 2: Zweisilbige Verben und Präpositionen – betone die zweite Silbe
Bei den meisten zweisilbigen Verben und Präpositionen kehrt sich das Muster um. Die Betonung wandert auf die zweite Silbe.
| Wort | Betonungsmuster |
|---|---|
| reLAX | re-LAX |
| deCIDE | de-CIDE |
| beTWEEN | be-TWEEN |
| aSIDE | a-SIDE |
| reCEIVE | re-CEIVE |
| diRECT | di-RECT |
| aMONG | a-MONG |
| beLOW | be-LOW |
| forGET | for-GET |
| beFORE | be-FORE |
Ausnahmen: Einige gebräuchliche englische Verben brechen diese Regel – LISten, OFfer, ENter, HAPpen. Diese Wörter solltest du dir einzeln einprägen.
Diese Aufteilung „Nomen vorne / Verb hinten" bildet die Grundlage für Regel 7 (Wörter mit Betonungswechsel) weiter unten.
Regel 3: Suffixe, die die Betonung anziehen – -tion, -sion, -ic, -ical
Wenn ein Wort auf -tion, -sion, -ic oder -ical endet, liegt die betonte Silbe direkt vor dem Suffix. Jedes Mal.
Wörter auf -tion:
- inforMAtion, classifiCAtion, reveLAtion, condiTION, eDUcation, pronunCIAtion
Wörter auf -sion:
- teleVIsion, compreHENsion, occaSION, perMISsion, exPLOsion
Wörter auf -ic:
- fanTAStic, draMAtic, arCHAic, characteRIStic, scienTIFic, eLECtric
Wörter auf -ical:
- poLItical, praCTIcal, meCHAnical, hisTORical, geograPHIcal
Dies ist eines der zuverlässigsten Betonungsmuster im Englischen, das du lernen kannst. Wenn du nur eine einzige Suffix-Regel beherrschen willst, dann diese.

Regel 4: Suffixe, die die Betonung auf die drittletzte Silbe verschieben – -ty, -cy, -phy, -gy, -al
Wörter mit diesen Suffixen werden auf der drittletzten Silbe betont (also der vorvorletzten Silbe, der sogenannten Antepänultima).
| Suffix | Beispiele |
|---|---|
| -ty | uniVERsity, eLECtricity, CLArity, quALity |
| -cy | deMOcracy, PRIvacy, ACcuracy, efFIciency |
| -phy | phoTOgraphy, geOGraphy, biOGraphy |
| -gy | bIOlogy, teCHNOlogy, ALlergy, PSYchology |
| -al | CRItical, NAUtical, poLItical, TROPical |
Der Trick: Zähle drei Silben vom Ende rückwärts – genau dort liegt die Betonung. uni-VER-si-ty. de-MOC-ra-cy. pho-TOG-ra-phy.
Regel 5: Endungen, die selbst betont werden – -ee, -eer, -ese, -ette, -ade, -oon
Einige Wortendungen werden auf sich selbst betont. Diese Suffixe stammen meist aus dem Französischen:
| Suffix | Beispiele |
|---|---|
| -ee | guaranTEE, emploYEE, refuGEE, trainEE |
| -eer | volunTEER, engiNEER, carEER, pioNEER |
| -ese | JapanESE, PortugESE, ChINESE, VietnamESE |
| -ette | cassETTE, silhouETTE, gaZETTE |
| -ade | lemoNADE, arCADE, cruSADE |
| -oon | afterNOON, baLOON, carTOON, marOON |
Wenn du diese Endungen an einem englischen Wort entdeckst – egal wie lang das Wort ist –, liegt die Betonung auf dieser letzten Silbe.
Regel 6: Zusammengesetzte Nomen – betone das erste Wort
Wenn zwei Wörter zu einem zusammengesetzten Nomen verschmelzen, erhält das erste Wort die Hauptbetonung:
| Zusammengesetztes Nomen | Betonungsmuster |
|---|---|
| SEAfood | SEA-food |
| TOOTHpaste | TOOTH-paste |
| FOOTball | FOOT-ball |
| AIRport | AIR-port |
| NOTEbook | NOTE-book |
| SUNflower | SUN-flower |
| BASketball | BAS-ket-ball |
| BEDroom | BED-room |
Bei zusammengesetzten Adjektiven ist es umgekehrt – die Betonung landet auf dem zweiten Wort: old-FASHioned, rock-SOLid, sky-BLUE.
Kurzer Test: Wenn du eine Sache benennst (Nomen), betone den ersten Teil. Wenn du etwas beschreibst (Adjektiv), betone den zweiten Teil.
Regel 7: Vorsilben ändern bei Verben meist nicht die betonte Silbe
Wenn du eine Vorsilbe wie un-, re-, dis- oder over- an ein Verb hängst, verschiebt sich die Betonung nicht. Sie bleibt auf dem Wortstamm:
- un-DO, re-PLAY, dis-MISS, over-COME, re-WRITE, mis-TAKE
Bei Nomen mit Vorsilben wird dagegen häufig die Vorsilbe selbst betont: OUT-line, UP-date (Nomen), DOWN-load (Nomen), IN-put.
Das knüpft an die Nomen/Verb-Aufteilung an: Dasselbe Wort „update" wird als Nomen UP-date ausgesprochen („I have an update") und als Verb up-DATE („Let me update you").
Englische Betonungswörter, die ihre Bedeutung ändern
Hier hört die Wortbetonung im Englischen auf, ein „nettes Extra" zu sein, und wird unverzichtbar. Dutzende gebräuchlicher englischer Wörter ändern ihre Bedeutung – oder ihre grammatikalische Funktion – komplett, je nachdem welche Silbe du betonst.
Das Muster ist konsistent: Nomen/Adjektiv = erste Silbe betont, Verb = zweite Silbe betont.
| Wort | Als Nomen (1. Silbe betont) | Als Verb (2. Silbe betont) |
|---|---|---|
| record | RECord – „a medical record" | reCORD – „to record a song" |
| present | PRESent – „a birthday present" | preSENT – „to present an idea" |
| object | OBject – „a small object" | obJECT – „I object to this" |
| produce | PRODuce – „fresh produce" | proDUCE – „to produce results" |
| contract | CONtract – „a legal contract" | conTRACT – „muscles contract" |
| permit | PERmit – „a parking permit" | perMIT – „permit me to explain" |
| rebel | REBel – „a rebel fighter" | reBEL – „to rebel against rules" |
| suspect | SUSpect – „the main suspect" | suSPECT – „I suspect foul play" |
| conduct | CONduct – „professional conduct" | conDUCT – „to conduct a meeting" |
| conflict | CONflict – „an armed conflict" | conFLICT – „the stories conflict" |
| desert | DESert – „the Sahara Desert" | deSERT – „to desert your post" |
| insult | INsult – „a terrible insult" | inSULT – „don't insult me" |
| protest | PROtest – „a peaceful protest" | proTEST – „they protest the law" |
| progress | PROGress – „good progress" | proGRESS – „to progress slowly" |
| refund | REfund – „I want a refund" | reFUND – „they'll refund you" |
| export | EXport – „our main export" | exPORT – „we export coffee" |
| import | IMport – „a cheap import" | imPORT – „to import goods" |
| increase | INcrease – „a pay increase" | inCREASE – „prices increased" |
| decrease | DEcrease – „a sharp decrease" | deCREASE – „sales decreased" |
| address | ADdress – „a home address" | adDRESS – „to address the issue" |
| content | CONtent – „the page content" | conTENT – „feeling content" |
| convert | CONvert – „a recent convert" | conVERT – „to convert currency" |
| project | PROJect – „a school project" | proJECT – „to project your voice" |
| ablehnen | REFuse – „household refuse" | reFUSE – „I refuse to go" |
| perfect | PERfect – „a perfect score" | perFECT – „to perfect your craft" |
| transport | TRANSport – „public transport" | transPORT – „to transport goods" |
| survey | SURvey – „a customer survey" | surVEY – „to survey the land" |
Das sind 27 Paare, bei denen die Betonung des Wortes die Wortart bestimmt. Lies jede Zeile laut vor und verschiebe die Betonung zwischen Nomen- und Verbform. Wenn sich das unnatürlich anfühlt, weißt du genau, warum du üben solltest – diese Wörter tauchen im Alltagsenglisch ständig auf.
Noch mehr knifflige Aussprachepaare findest du in unserem dazugehörigen Leitfaden.

Tipps zur Wortbetonung je nach Muttersprache
Deine Muttersprache prägt bestimmte Betonungsmuster, die sich auf das Englische übertragen – manchmal hilfreich, manchmal hinderlich. Hier siehst du, worauf du je nach sprachlichem Hintergrund achten solltest.

Für spanische Muttersprachler
Die Hauptherausforderung: Spanisch ist eine silbenzählende Sprache, in der jede Silbe etwa gleich viel Zeit und Gewicht erhält. Englisch ist akzentzählend – betonte Silben stehen im Mittelpunkt, während alles andere komprimiert wird. Dieser Unterschied im Rhythmus ist oft der Grund, warum spanische Sprecher im Englischen „flach" klingen, selbst wenn einzelne Laute korrekt sind.
Worauf du dich konzentrieren solltest:
- Lerne das Schwa (/ə/). Dieser neutrale, träge Vokal ist der Laut, den das Englische für die meisten unbetonten Silben verwendet. In „banana" (bə-NAN-ə) wird das Schwa sowohl in der ersten als auch in der letzten Silbe benutzt. Spanisch reduziert Vokale nicht auf diese Weise, deshalb musst du gezielt üben, unbetonte Silben kürzer und schwächer auszusprechen.
- Achte auf Kognaten. Englisch und Spanisch teilen viele Wörter, doch die Betonung verschiebt sich oft: TEL-e-phone vs. te-LÉ-fo-no, com-FOR-ta-ble vs. con-for-TA-ble. Geh nicht davon aus, dass die Betonung englischer Wörter dem spanischen Betonungsmuster folgt.
- Übertreibe am Anfang. Mach die betonte Silbe beim Üben dramatisch lauter und länger. Das fühlt sich zunächst seltsam an, trainiert aber genau den englischen Rhythmus, den dein Ohr braucht.
Weitere spezifische Herausforderungen findest du in unserem Leitfaden zu schwierigen englischen Wörtern für spanische Sprecher.
Für chinesische (Mandarin) Muttersprachler
Die Hauptherausforderung: Mandarin nutzt Töne auf einzelnen Silben, um die Wortbedeutung zu ändern. Englisch nutzt stattdessen Betonung über mehrsilbige Wörter hinweg. Da die meisten chinesischen Wörter einsilbig sind, fehlt Mandarin-Sprechern oft das Gespür dafür, welche Silbe in einem längeren englischen Wort hervorgehoben werden soll.
Worauf du dich konzentrieren solltest:
- Betonung ≠ Ton. Im Englischen bedeutet Betonung, eine Silbe länger und lauter zu machen – nicht ihre Tonhöhe so zu verändern, wie du es im Mandarin tun würdest. Wenn du im Englischen eine Silbe betonst, denke an Lautstärke und Länge, nicht an einen Tonverlauf.
- Wirke der Monotonie entgegen. Mandarin-Sprecher neigen dazu, jeder Silbe im Englischen gleiches Gewicht zu geben, was für englische Muttersprachler monoton klingt. Mach unbetonte Silben aktiv kürzer und leiser.
- Klopfe zuerst den Rhythmus. Bevor du ein neues englisches Wort aussprichst, klopfe oder klatsche das Betonungsmuster auf einen Tisch. „pho-TOG-ra-phy" = leise-LAUT-leise-leise. Wenn du den Rhythmus körperlich verinnerlichst, hilft das, tonale Einflüsse aus deiner Muttersprache zu umgehen.
Für arabische Muttersprachler
Die Hauptherausforderung: Arabisch ist wie Englisch akzentzählend (gute Nachricht!), doch arabische Betonung folgt vorhersehbareren Regeln, die vom Silbengewicht abhängen – schwere Silben ziehen die Betonung an. Englische Wortbetonung ist eher lexikalisch und oft unvorhersehbar, deshalb wenden arabische Sprecher manchmal die arabische Betonungslogik auf englische Wörter an und landen auf der falschen Silbe.
Worauf du dich konzentrieren solltest:
- Füge keine Vokale in Konsonantencluster ein. Arabisch erlaubt keine Cluster wie „str" oder „spl", weshalb du unbewusst einen Vokal einschieben könntest („si-TRESS" statt „stress"). Das verändert die Silbenzahl und verschiebt die betonte Silbe komplett.
- Übe die Vokalreduktion. Arabisch kennt rund 8 Vokallaute; Englisch hat über 20. In unbetonten Silben reduziert das Englische die meisten Vokale auf das Schwa. Übe, unbetonte Vokale kürzer und neutraler auszusprechen, statt jeden voll zu artikulieren.
- Nimm dich auf und vergleiche. Nimm dich beim Aussprechen eines Wortes auf und höre dir dann eine native Aussprache in einer Wörterbuch-App oder bei BBC Learning English an. Achte gezielt darauf, welche Silbe am längsten und lautesten klingt.
Übungen für englische Betonungsmuster
Regeln zur Wortbetonung zu lesen ist eine Sache. Damit die richtige Betonung englischer Wörter automatisch wird, brauchst du praktische Übung. Hier sind fünf Übungen, die du überall in weniger als 10 Minuten machen kannst.

Übung 1: Der Klatsch-Test
Wähle 10 Wörter aus diesem Artikel. Klatsche für jedes Wort einmal pro Silbe – aber klatsche bei der betonten Silbe lauter. Beispiel: Bei „pronunciation" würdest du fünfmal klatschen: leise-leise-leise-LAUT-leise. Das baut ein körperliches Rhythmusgefühl auf, das sich direkt auf dein Sprechen überträgt.
Übung 2: Nomen-/Verb-Paar-Drills
Nutze die Tabelle mit den Wörtern oben, die ihre Betonung wechseln, und lies jedes Wort einmal als Nomen, dann als Verb: „The RECord was broken. She wants to reCORD a new album." Wechsle so lange hin und her, bis sich der Wechsel natürlich anfühlt. Ziele auf mindestens 10 Paare pro Sitzung.
Übung 3: Shadowing mit Podcast oder Video
Such dir einen beliebigen englischen Podcast oder ein YouTube-Video. Spiel einen Satz ab, pausiere und sprich ihn nach – kopiere dabei nicht nur die Wörter, sondern Rhythmus und Betonung. Achte genau darauf, welche Silben der Sprecher am stärksten betont. Diese Shadowing-Technik ist einer der schnellsten Wege, natürliche englische Betonungsmuster zu verinnerlichen. Unsere Shadowing-Übungen bieten dir strukturierte Trainingseinheiten für den Einstieg.
Übung 4: Aufnehmen und vergleichen
Sprich ein Wort laut aus. Schau dann die korrekte Aussprache in einem Online-Wörterbuch nach (sowohl Cambridge Dictionary als auch Merriam-Webster bieten kostenlose Audio-Aussprachen). Spiel die Aufnahme ab. Stimmt deine betonte Silbe überein? Ist deine unbetonte Silbe ausreichend reduziert? Diese Rückkopplung ist entscheidend für die Selbstkorrektur.
Übung 5: Übertriebenes Vorlesen
Lies einen beliebigen englischen Absatz laut vor und übertreibe jede betonte Silbe – mach sie doppelt so lang und laut wie normalerweise. Das wirkt albern, trainiert aber deinen Mund darin, betonte und unbetonte Silben in englischen Wörtern klar zu unterscheiden. Du kannst Zungenbrecher zum Üben der Aussprache nutzen, um diese Übung abwechslungsreicher zu gestalten.
Wie KI-Konversationspraxis natürliche Wortbetonung aufbaut
Regeln und Drills vermitteln dir Wissen über die Wortbetonung im Englischen. Konversation ist das, was sie automatisch werden lässt.
Englische Muttersprachler denken deshalb nie bewusst über Betonungsregeln nach, weil sie Millionen betonte und unbetonte Wörter im Kontext gehört und nachgesprochen haben. Dein Ziel ist es, ein ähnliches Übungsvolumen aufzubauen – und genau da wird das Üben des Englischsprechens mit KI besonders wertvoll.

Mit Practice Me kannst du in Echtzeit Sprachgespräche mit KI-Tutoren wie Sarah, Oliver oder Marcus führen – rund um die Uhr, ohne Terminvereinbarung und ohne Urteil. Du wählst zwischen amerikanischem und britischem Akzent, und die Tutoren passen sich an dein aktuelles Sprachniveau an.
Warum das funktioniert, um die richtige Wortbetonung im Englischen zu entwickeln:
- Wiederholung im Kontext. Du verwendest in echten Gesprächen ganz natürlich hochfrequente englische Wörter (dieselben aus diesem Leitfaden) immer wieder – und baust korrekte Betonungsmuster durch Wiederholung statt durch Auswendiglernen auf.
- Keine Sprechangst. Viele Lernende kennen die Betonungsregeln, blockieren aber in echten Gesprächen. Beim Üben mit KI fällt die Scham vor Fehlern weg, sodass du die korrekte Betonung englischer Wörter wirklich ausprobierst, statt die Wörter zu meiden, bei denen du unsicher bist.
- Automatisches Speichern von Vokabeln. Wörter, die du im Gespräch verwendest, werden automatisch gespeichert und ergeben eine persönliche Wortliste zum Wiederholen – inklusive der kniffligen Paare mit Betonungswechsel aus der Tabelle oben.
- Unbegrenzte Sprechübung. Englische Betonungsmuster brauchen Zeit, um instinktiv zu werden. Anders als bei einer wöchentlichen Tutorstunde kannst du Gespräche führen, wann immer du willst – sei es während deiner täglichen englischen Sprechübung oder bei einer Spätschicht, wenn die Regeln frisch im Kopf sind.
Du kannst auch dein Englisch selbstständig verbessern, indem du KI-Gespräche ergänzend zu den Übungen oben nutzt, und parallel Wortschatz durch Gespräche aufbauen.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, welche Silbe in einem neuen englischen Wort betont werden muss?
Fang mit den sieben Regeln in diesem Leitfaden an – sie decken die Mehrheit der englischen Wörter ab. Bei unbekannten Wörtern hilft ein Wörterbuch mit Audio-Aussprache (Cambridge Dictionary und Merriam-Webster sind beide kostenlos online verfügbar). Mit der Zeit entwickelst du allein durch Sprachkontakt ein Gefühl für gängige Betonungsmuster. Wenn du gerade erst mit der Ausspracheübung für Anfänger startest, konzentriere dich zuerst auf die Suffix-Regeln – sie sind am verlässlichsten und vorhersehbarsten.
Ändert sich die Wortbetonung zwischen amerikanischem und britischem Englisch?
Selten, aber bei einigen Wörtern kommt es vor. Amerikaner sagen „ga-RAGE", während viele Briten „GAR-age" sagen. Weitere Beispiele sind „ad-ver-TISE-ment" (amerikanisch) vs. „ad-VER-tis-ment" (britisch) und „week-END" vs. „WEEK-end". Bei 95 % oder mehr der englischen Wörter ist die Betonung in beiden Varianten identisch.
Kann eine falsche Wortbetonung wirklich Missverständnisse verursachen?
Absolut. Laut dem British Council ist eine falsche Wortbetonung eine der häufigsten Ursachen für Missverständnisse im Englischen – oft störender als einzelne Lautfehler. Wenn du „de-SERT" (verlassen) sagst, aber „DES-ert" (die Sahara) meinst, hört der Zuhörer tatsächlich ein anderes Wort. Die richtige Betonung englischer Wörter trägt also echte Bedeutung, nicht nur Stil.
Wie lange dauert es, die englische Wortbetonung zu meistern?
Die meisten Lernenden bemerken nach 4–8 Wochen täglicher, gezielter Übung eine deutliche Verbesserung – schon mit nur 10 Minuten Sprechübung pro Tag. Die Betonungsregeln selbst lassen sich an einem Nachmittag lernen; sie automatisch werden zu lassen erfordert konsequenten Kontakt mit gesprochenem Englisch durch Gespräche, Podcasts oder Shadowing-Übungen.
Was ist der Unterschied zwischen Wortbetonung und Satzbetonung?
Bei der Wortbetonung geht es darum, welche Silbe innerhalb eines einzelnen Wortes betont wird (com-PU-ter). Bei der Satzbetonung geht es darum, welche Wörter in einem vollständigen Satz hervorgehoben werden („I didn't say he stole the money" vs. „I didn't say he stole the money"). Beides beeinflusst die Bedeutung im Englischen, doch die Wortbetonungsregeln sind vorhersehbarer und musterbasiert.
Gibt es eine App, um englische Wortbetonung zu üben?
Auf Practice Me kannst du die englische Wortbetonung in echten Sprachgesprächen mit KI-Tutoren üben. Anders als bei drill-basierten Apps übst du englische Betonungswörter ganz natürlich, indem du in echten Gesprächen sprichst – genau so, wie Muttersprachler ihre Ausspracheinstinkte entwickeln. Die App ist auf iOS und im Web verfügbar, mit amerikanischem und britischem Akzent zur Auswahl.